Modul 2: Lernerfahrungen planen und umsetzen

Kurzbeschreibung des Moduls

Lehrer/innen, die sich in internationalen Schulpartnerschaften engagieren, haben gelegentlich Schwierigkeiten, bei Schülern und Schülerinnen Interesse für das Projekt zu wecken und ihre Motivation für dessen Zeitdauer zu erhalten. Zunächst erfolgreiche Partnerschaften auf Klassen- oder Schulebene können aufgrund interkultureller Missverständnisse oder der Unfähigkeit zur Lösung interkultureller Probleme scheitern.
Deshalb müssen internationale Koordinatoren/Koordinatorinnen und kooperierende Fremdsprachenlehrer/innen Unterrichtsmethoden und interkulturelle Aktivitäten, tasks und Settings kennen, die es ihren Schüler/innen ermöglichen, die richtige Einstellung zu entwickeln sowie das Wissen und die Kenntnisse zu erwerben, die sie für eine erfolgreiche interkulturelle Interaktion benötigen.
Die Unterrichtsmethoden, die in diesem Modul vorgestellt werden, regen die Teilnehmer/innen zum Nachdenken über die Planung und Umsetzung von Lernerfahrungen und die Gestaltung von Lernumgebungen an, welche das interkulturelle Lernen begünstigen.
Task based learning-(TBL)-Aktivitäten und spannende, anspruchsvolle task-based projects – aufgabenorientierte Projekte – motivieren die Lernenden, sich auf eine Thematik einzulassen und schaffen eine Lernatmosphäre, die frei ist von Angst und Fehlerfixierung. Darüber hinaus ermöglichen sie die Weiterentwicklung individueller und kooperativer Problemlöse-Kompetenzen, wie sie für interaktive Szenarien unabdingbar sind. Gelingt es der Lehrkraft, das notwendige Wissen, die Kompetenzen und die positive Einstellung im Unterricht zu vermitteln, so führt dies oft zu ehrgeizigen multinationalen Projekten.
Der Koordinator/Die Koordinatorin steht dann häufig vor der Herausforderung, klassen- oder fachgebundene Projekte ins Schulcurriculum einzubinden und sinnvolle fächerverbindende sowie jahrgangsstufenübergreifende Projekte zu entwickeln, die für das Schulcurriculum oder die Schulcurricula relevant sind und sich mit globalen Themen beschäftigen.
Dieses Modul zeigt, wie einfache Aktivitäten zu Mikro-Projekten über aktuelle globale Themen werden können. Es stellt darüber hinaus gelungene Beispiele für Projekte im Rahmen der globalen Bildung als Beitrag zur Entwicklung einer Welt mit einer lebbaren Zukunft vor.

Themen und Lernziele

1.    Interkulturelles Lehren und Lernen
Nach Abschluss des Moduls
•    sind die Teilnehmer/innen in der Lage, eine Lernatmosphäre zu schaffen, die die Lernenden dazu ermutigt, ihre eigenen Werte und Einstellungen, ihr Denken und Fühlen kritisch zu hinterfragen – über den ersten Anschein hinaus unter die Oberfläche zu blicken.
•    wissen die Teilnehmer/innen, wie mit critical incidents mit interkulturellen oder sprachlichen Problematiken umgegangen werden kann.
•    haben die Teilnehmer/innen task based learning-(TBL)-Methoden kennengelernt, die interkulturelles Lernen begünstigen.
•    sind die Teilnehmer/innen befähigt, für eine Lernatmosphäre zu sorgen, die die Begeisterung und die Kreativität der Schüler/innen fördert und zu interkulturellen Lernerfahrungen beiträgt.
2.    Wissen über globale Bildung
Nach Abschluss des Moduls
•    kennen die Teilnehmer/innen globale Themen und wissen, wie diese sich auf Schulpartnerschaften auswirken und für sie einen Schwerpunkt darstellen können.
3.    Schüler/innen-Beteiligung an internationalen Projekten fördern
Nach Abschluss des Moduls
•    wissen die Teilnehmer/innen um die Wichtigkeit des Lernens mit dem Ziel der Nachhaltigkeit und kennen globale Themen, die für die Schulcurricula relevant sind.
•    sind die Teilnehmer/innen in der Lage, sinnvolle fächerübergreifende Projekte zu entwickeln und diese in Projekte mit einem globalen Themenschwerpunkt einzubetten.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.

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